Plötzlich knarckst es hinter mir. Erschrocken drehe ich mich um. Es ist Sam. „Man,
hast du mich erschreckt. Du bist wahnsinnig!“ Fahre ich ihn an. Lächelnd
antwortet er: „Ach komm, nun hab dich nicht so. Du erschreckst dich bei jedem
bisschen. Es ist 2 Uhr, M. Was machst du noch hier?“ – „Ich denke nach und
schaue mir die Sterne an, funkeln sie nicht schön?“ Er schaut hoch.
„Wunderschön.“ Meint er.
Wir sitzen eine ganze Weile stillschweigend da und genießen
diese schöne Nacht. Jetzt meint er, dass es schon spät ist und ich schlafen
gehen sollte. Ich weise ihn darauf hin, dass er nicht mein Vater ist. Er lacht.
„Lass uns zelten. Wie damals.“ Schlägt er vor. Ich willige ein und wir stehen
auf. Schnell holen wir das Zelt und bauen es auf. Er fängt an mich zu kitzeln.
Früher, als kleine Kinder, haben wir oft gezeltet und uns geärgert und
gekitzelt. Ich vergesse nun alle meine Probleme und auch die Hausaufgaben und
genieße diesen Moment. Früher hatte ich nie Probleme und Hausaufgaben. Damals
war alles schöner. Ich lege mich neben ihn ins Zelt und schlafe ein. Für eine Nacht war ich wieder zu einem kleinen Mädchen geworden, denn es war genau wie damals …
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